FrauenVermögen -- Newsletter
Ausgabe Dezember 2009

Unser FrauenVermögen-Blick auf das Jahr 2009

Ein für die meisten Menschen sehr bewegtes Jahr liegt nun fast hinter uns. Aus dem vorweihnachtlichen Blickwinkel des Dezembers lässt sich vieles relativieren, aber wenn wir uns z. B. an den Anfang des Jahres 2009 zurück erinnern, dann waren diese Tage sehr von Sorge, von Weltuntergangsszenarien in den Medien -- und natürlich von der Finanzmarktkrise geprägt. Gleichzeitig hat FrauenVermögen ein wichtiges Jubliäum: 5 Jahre weibliches Finanzvergnügen.

Wenn Sie mögen, nehmen wir Sie nun mit auf eine sehr persönliche Reise durch das Jahr 2009 auf einen etwas anderen als den "marktüblichen" Jahresrückblick.

 
Januar und Februar -- der Abgeltungssteuerwahnsinn wird verdaut.
Noch in den letzten möglichen Minuten des Jahres 2008 hatten wir Depots für das "neue Steuerzeitalter" umgeschichtet und für Kurzentschlossene noch am 23.12. sinnvolle Lösungen umgesetzt. Alles hatte noch geklappt und für uns war im Januar erst einmal kurzes Durchschnaufen angesagt. Sie erinnern sich vielleicht auch daran, dass im Januar viele der offenen Immobilenfonds in die zweite Runde der Schließung gegangen sind, um sich vor hohen Verkäufen durch die Finanzmarktkrise zu schützen. Hier gab es einiges an Aufklärungsbedarf. Für FrauenVermögen ist der Anfang des Jahres obligatorisch auch immer ein Informationsmonat, wo wir auf mehreren Kongressen und Veranstaltungen präsent waren -- überall war große Ratlosigkeit zu spüren.
-- Der DAX bewegte sich Ende Februar auf die Marke 3.843 zu und war nun schon mehr als um die Hälfte gefallen -- ausgehend vom Höchststand von 8.105 Punkten vom 16.7.2007.

 
März und April -- der Wendepunkt.
Börsenweisheiten behaupten, dass wenn die Anzahl der Pessimisten den Höhepunkt erreicht, der Wendepunkt sehr nah ist. Anfang März hatte der DAX mit 3.666 Punkten seinen tiefsten Stand durchschritten. Gleichzeitig waren sehr viele Menschen extrem verunsichert. Wir waren schon seit Wochen damit beschäftigt, den Ängsten, die oft durch dramatische Szenarien der Medien immer neu geschürt wurden, Klarheit und Informationen entgegenzustellen. Viele kamen zu uns und stellten dann fest, so schlimm sieht das Depot ja gar nicht aus, denn wir hatten vorsichtig geplant und auch keine "toxischen Papiere" auf den Beratungstisch gebracht. Natürlich schwankten auch "unsere" Depots, aber in Maßen -- und im Durchschnitt deutlich weniger als der Markt. Als zusätzliches Angebot haben wir am 1. April, als die "gefühlten Sorgen" noch sehr groß waren, ganz offensiv ein Marktgespräch für unsere Kundinnen und Kunden veranstaltet -- und waren sehr angetan von der überschwänglichen und positiven Resonanz. Auch wir können Märkte nicht verändern, aber wir können einen differenzierten Blick ermöglichen und konnten damals schon den einen oder anderen zarten Lichtstreifen am Horizont sichtbar machen. Der DAX beendete den April mit 4.769 Punkten.

 
Mai und Juni -- der DAX übersteigt schon wieder die 5.000 Punktemarkte. Und trotzdem sind die meisten Menschen noch immer sehr verhalten. Der Trend geht zu sicheren, kalkulierbaren und garantierten Anlagen. "Bloß keine Schwankung mehr", dass ist die Devise für viele. Und so parken "Tausender um Tausender" weiterhin auf dem Tagesgeldkonto mit niedrigem Zins. FrauenVermögen veranstaltet einen Informationsabend zu Produkten, die eben diese Sicherheit gewährleisten und aber trotzdem eine vernünftige Rendite erwarten lassen. Den Geldanlagen wieder Sinn geben, dass ist unsere Antwort auf die verständliche Zurückhaltung durch die Finanzmarktkrise. Und so haben wir in dieser Zeit ganz offensiv Wege aufgezeigt wie über Mikrofinanzierungsfonds oder andere nachhaltige Kapitalanlagen den Zockermärkten ein ruhiges und sinnvolles Gegengewicht gesetzt werden kann. Ebenfalls im Juni war FrauenVermögen auf einem internationalen Kongress in Paris zu einem Vortrag zum Thema Frauen und Geld in Deutschland eingeladen. Gerade bei unseren Nachbarstaaten wie Frankreich führten viele statistische Zahlen über deutsche Frauen und Geld insbesondere beim Thema Altersvorsorge zu großem, verwundertem Kopfschütteln.

 
Juli und August -- noch immer ist Zurückhaltung zu spüren, wenn Kapital aus dem "sicheren Tagesgeld" in das "große Risiko der schwankenden Märkte" fließen soll. Und das ist kein Wunder, wenn die Berg- und Talfahrt des DAX von Juni bis August betrachtet wird. Der DAX beginnt den Juni mit 5.142 Punkten und fällt kontinuierlich bis Anfang Juli auf 4.558 Punkte -- das sind immerhin mehr als 10 Prozentpunkte in 5 Wochen. Aber gut für all diejenigen, die sich doch schon getraut hatten. So steigt der DAX in den darauffolgenden Wochen ebenso kontinuierlich und Ende August sind wir bereits wieder bei 5.464 Punkten. Im August kommen auch manche Damen zum ersten Mal vorbei, die sich während der Finanzmarktkrise nicht getraut haben, einen Blick in das eigene Depot zu werfen -- und die unterschwelligen Ängste, die ebenso vorhanden waren, mühsam und mehr schlecht als recht verdrängt haben. Das ist natürlich schade, denn gerade in schwierigen Zeiten ist gute Beratung notwendiger denn je.

Und nicht zu vergessen: FrauenVermögen feierte das 5-jährige Bestehen mit einem tollen SommerFest für alle Interessentinnen und Interessenten sowie Kundinnen und Kunden.

 
September und Oktober -- in München ist Wies’nzeit. Und während des Oktoberfestes denken zumindest viele Münchnerinnen nicht wirklich an ihre Depots oder Versicherungen. Trotzdem führten wir gerade in dieser Zeit sehr viele VersicherungsChecks durch. Wir überprüfen Verträge, empfehlen andere Gesellschaften mit besserem Preis-Leistungsverhältnis und ergänzen um Verträge, die sinnvoll sind. Viel Detailarbeit für uns, aber für unsere Kundinnen und Kunden sehr lohnenswert und kostensparend. Außerdem jährte sich der Jahrestag der Lehman-Pleite, die als Auslöser für die globale Finanzkrise gilt. An dem Jahrestag setzten wir in den Medien unseren Slogan entgegen: "Den Lehman-Sisters wäre das nicht passiert -- Nachhaltigkeit statt Gier, Sicherheit statt Spekulation und Beratung statt Bonusdenken." Für uns ist das kein Marketingspruch, sondern ein Ausdruck unseres Verständnisses. Ebenfalls im Herbst erschien im Bankenverlag das Buch Risikoverhalten für Anleger, in dem auch Frauenvermögen in einem langen Artikel das Anlage- und Risikoverhalten von Frauen beleuchtet.

 
November und Dezember
Es ist immer noch viel Nervosität im Markt zu spüren. Die Dubai-Krise hat genauso ihre Spuren hinterlassen wie die Querelen um die eine oder andere Landesbank. Trotzdem erreicht der DAX am 14. Dezember wieder den Stand von 5.802 Punkten. Und wenn wir vom niedrigsten Stand im März 2009 aus rechnen, so bedeutet dies ein Zuwachs von 2.136 Punkte oder auch 58% Prozent. Auch den Vergleich zum Vorjahr muss frau nicht scheuen: der DAX wuchs um 20% oder um 992 Punkte im Vergleich zum Schlusskurs von 2008.
"Gott sei Dank" wird sich die eine oder andere denken, deren Depot sich wieder erholt hat. "Leider" werden sich die anderen denken, die die Nerven verloren haben und bei Tiefststand verkauft hatten -- oder sich bei niedrigen Ständen nicht einzusteigen trauten.


"Und wie geht es nun weiter?" werden wir oft gefragt. Haben wir die Finanzmarktkrise nun schon hinter uns?
Auch wir bei FrauenVermögen haben keine Glaskugel, doch wie es unser Jahresrückblick auch gezeigt hat, ist die Strategie eines ausgewogenen Depots und Geduld bei den Marktschwankungen eine gute Kombination gewesen. Wichtig ist es, die Verantwortung für das eigene Geld und Vermögen zu übernehmen -- nur dann sind die Dinge änderbar -- im Kleinen wie im Großen.

In diesem Sinn sind wir guter Dinge und freuen uns auf das kommende Jahr und die kommenden Jahre -- bestimmt mit dem einen oder anderen Tief, aber auch mit vielen Hochs.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in das Jahr 2010 -- verlieren Sie nicht den Optimismus trotz der einen oder anderen "Schwankung".

Es grüßt Sie ganz herzlich

Ihre

Astrid Hastreiter
und das gesamte Team von FrauenVermögen


Frauenvermögensverwaltung AG
-- zukünftig Frauenbank AG
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