FrauenVermögen -- Newsletter
Ausgabe Juli 2010

Finanzwissen in der Krise

Sind die Finanzmärkte noch in der Krise? Oder schon danach? Oder noch davor? Das kann wahrscheinlich niemand gesichert sagen. Aber, dass unser Finanzwissen immer noch in tiefster Krise steckt, das bestätigt soeben wieder eine neue AXA-Studie erschienen im Juni 2010.

Nicht nur, dass das Finanzwissen in Deutschland insgesamt sehr gering ist. Das wäre schon schlimm genug. Bedenklich ist die Entwicklung, dass dieses Wissen gegenüber dem Vorjahr auch noch weiter zurückgegangen ist.

Verständlich werden Sie sich vielleicht sagen. Wer will sich schon zwischen negativen Schlagzeilen, Inflations- und Euroängsten oder verdeckten Bonuszahlungen gerne mit der Finanzwelt und deren Produkten auseinandersetzen.

Und doch, nur Wissen schafft Klarheit. Es schafft Möglichkeiten für Entscheidungen und ein gewisses Maß an Gelassenheit und Sicherheit, um nicht in panische Gedankenspiele zu verfallen.

FrauenVermögen geht mit Ihnen in die Wissensoffensive.
Unser Name steht für unabhängige Beratung und Transparenz. Damit Sie auf einem gemeinsamen Weg, Ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen. Und das geht nur mit Wissen.

FrauenVermögen ist vollständig unabhängig von Produkten – im Kern steht die Transparenz für Eigenschaften der Kapitalanlagen, aber auch die Kosten. Im Fokus stehen Ihre Ziele und Ihre Lebensplanung – alles andere muss sich dieser fügen und nicht umgekehrt.

Um Entscheidungen zu treffen, ist aber Wissen notwendig -- und dabei begleiten wir Sie gerne. Lesen Sie im Allgemeinen in diesem Newsletter einen Streifzug durch einzelne, aktuelle Marktsegmente, oder kommen Sie zu einem speziellen Thema in eine unserer Workshops bzw. Themenabende oder Sie komplettieren Ihr Finanzwissen ganz individuell bei einem Beratungsgespräch (kostenfreie Erstberatung).

Wir arbeiten daran, dass endlich eine Studie veröffentlicht wird, die uns Deutschen -- aber insbesondere vielen Frauen -- ein hervorragendes Finanzfachwissen bescheinigt. Seien Sie dabei!

Herzliche Grüße
Ihr FrauenVermögen-Team

Und vergessen Sie nicht -- nur Sie können Ihre Finanzen in die Hand nehmen.

 

Das FrauenVermögen-SommerFest
am 22. Juli 2010

Wir laden Sie herzlichst ein zu unserem diesjährigen SommerFest. Lernen Sie uns kennen und besuchen Sie uns in unseren Räumen und genießen Sie einfach den Abend am Donnerstag, dem 22. Juli 2010 ab 17 Uhr.

Natürlich gibt es wieder unser Quiz, nette Leute und unser berühmtes, feines Buffet. Gerne können Sie auch jemanden mitbringen.

Wir bitten um vorherige Anmeldung telefonisch unter der 089 – 20 20 88 66 0 oder schreiben Sie uns eine kurze Mail an info@frauenvermoegen.de.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

Kürzung der Fördergelder
für Solarstrom vor der Umsetzung
Die schlechte Nachricht zuerst

Nun sind die Dinge klar -- und die Kürzung der Solarförderung ist so gut wie beschlossen. Lange wurde um einen Kompromiss gerungen. Der ursprüngliche Gesetzesentwurf fand keine Zustimmung im Bundesrat. Nun hat der Vermittlungsausschuss einen Vorschlag vorgelegt, der mit hoher Wahrscheinlichkeit die Zustimmung im Bundestag wie auch im Bundesrat erhalten wird.

Demnach wird beschlossen, dass rückwirkend zum 1. Juli 2010 die Förderung von Solarstrom um 13 Prozent gekürzt wird -- und ab Oktober 2010 dann um weitere drei Prozent auf insgesamt 16 Prozent. Darüber hinaus bleibt die reguläre Absenkung, die jedes Jahr zum 1.1. erfolgen wird.

Begründet wird die deutliche Kürzung durch die gesunkenen Herstellungskosten für Photovoltaikanlagen. Gerade durch den günstigen Einkauf dieser Anlagen konnten bei großen Flächen Renditen von über 10 Prozent erreicht werden. Dass hier der Gesetzgeber eingreifen wird, war irgendwann relativ klar. Denn immerhin fällt die Förderung des Solarstroms nicht wie Sonnenlicht vom Himmel, sondern ist letztendlich eine Umverteilung auf alle Verbraucherinnen und Verbraucher.

Trotzdem bleibt weiterhin die Förderung für diese Energieart fest verankert -- und je nachdem, welche Entwicklung die Herstellungspreise zukünftig aufzeigen, bleibt auch zukünftig eine immer noch gute Rendite.

 

Und jetzt die gute Nachricht
Trotzdem: Unverändert hohe Förderung bei den Solarbeteiligungen
garantiert und unverändert für die nächsten 20 Jahre

Die schlechte Nachricht -- die Kürzung der Fördergelder für Solaranlagen -- stand oben. Die gute Nachricht ist, dass die Kürzung noch nicht für die Solaranlagen gilt, die vor dem 1.7.2010 an das Stromnetz angeschlossen wurden.

Daher haben Sie jetzt noch die letzte Möglichkeit auf den bereits fahrenden Zug aufzuspringen. Wir haben dazu zwei Beteiligungen, die noch für kurze Zeit gezeichnet werden können. Neben der sinnvollen Thematik regenerativer Energien ist dies zusätzlich interessant, weil derartige Beteiligungen durch die staatliche Förderung eine stabile Rendite von ca. 7 Prozent für die nächsten 20 Jahre erwirtschaften.

Einige Fakten in Kürze:
* Die Beteiligungen bringen stabile und genau festgelegte Erträge durch das Erneuerbare Energiengesetz und damit ist mit einer (sehr realistischen) Ausschüttung von ca. 7 Prozent pro Jahr zu rechnen.
* Die Laufzeiten der Beteiligungen betragen jeweils 20 Jahre. Durch die Ausschüttungen ist das eingesetzte Kapital aber bereits nach ca. 15 Jahren wieder zurückgeflossen.
* Die Mindestzeichnungssumme beträgt 2.500 Euro.
* Die Solarflächen befinden sich auf diversen Dächern in Süddeutschland (und erstmals auch auf einer ökologischen Lärmschutzwand) bzw. bei der anderen Beteiligung auf einem ehem. Militärgelände in der Nähe Berlins (Freiflächenprojekt).

Bei Interesse vereinbaren Sie bitte einen Beratungstermin -- gerne auch telefonisch. Sie erreichen uns unter der 089 – 20 20 88 66 0.

 

Der Streifzug durch die aktuellen Marktsegmente und -begriffe
Und wie geht es weiter...
...mit unserem Geld?

Das wüssten wir alle gerne! Und doch sind die Systeme so komplex, dass niemand gesichert die Auswirkungen vorhersagen kann, wenn die eine oder andere Variable verändert wird. Alle Menschen, die sich schon einmal ein wenig mit Mathematik beschäftigt haben, wissen, dass ein System mit vielen Variablen nicht mehr kalkulierbar ist.

Trotzdem wäre es kein guter Rat, den Kopf in den Sand zu stecken. Vielmehr hilft neben einer guten Streuung auch der eine oder andere Blick auf einzelne Marktbereiche -- und zu diesem kleinen Streifzug wollen wir Sie gerne einladen.

Der Euro -- ist immer noch eine harte Währung.
Die Kaufkraftparität zwischen Euro und US Dollar liegt bei 1,14. D. h. erst bei einem Wechselkurs von 1,14 ist ein ausgeglichener Stand erreicht, so dass unabhängig von der Währung die Produkte gleich teuer sind. Derzeit haben wir einen Wechselkurs von 1,26 (1,26 Euro erhalten Sie für einen US Dollar ohne Spesen), der also über 1,14 liegt. Somit kann von einer weichen Währung, wie sie auf Titelseiten der Gazetten zu finden war, keine Rede sein. Darüber hinaus macht ein starker Euro gerade der Exportindustrie im Lande eher Probleme, weil deutsche Produkte teuer sind. Ein schwächerer Euro hat hier seine Vorteile. Und wenn Sie nicht gerade permanent zwischen den Währungen tauschen, ist der Wechselkurs kaum spürbar.

Die Inflation -- derzeit sehr niedrig.
Zu Zeiten der „guten alten“ D-Mark hatten wir Inflationsraten, die waren deutlich höher als heute. Im Schnitt über alle Jahre der DM betrug die Inflationsrate 2,7%, dagegen liegt sie heute bei ca. 1,5%. Diese wird sicher nicht so bleiben, denn schon allein die europäische Zentralbank (EZB) möchte wieder im Zielkorridor von ca. 2% landen. Auch wenn gerade viele Politiker eine moderate zukünftige Inflationsrate herbeireden, so gehen doch viele von einer deutlich steigenden Teuerungsrate aus. Diese wird sicher auch nicht im Jahr 2010 kommen, aber wahrscheinlich gegen Ende 2011. Der gesunde Menschenverstand sagt uns, dass hohe Staatsschulden nur über höhere Inflation kleiner gerechnet werden können. Auf der anderen Seite gibt es Aussagen, die belegen, dass die Wirtschaft auch Inflationsraten von 5% gut verkraften kann. Wir werden es sehen, denn die tatsächliche Höhe lässt sich definitiv nicht vorhersagen.

Lesen Sie mehr zur Inflationsrate in unserer Rubrik Wissenswert.

Das Gold -- der Retter in schwerer See?
Der Goldpreis ist mit 1.211 USD pro Feinunze sehr nahe an seinem Allzeithoch. Das ist normal, denn Menschen mit Angst und Sorgen neigen zu Goldkäufen. Doch gerade Gold unterliegt sehr starken Schwankungen. So hatten wir z. B. im Jahr 1979 einen Goldpreis von ca. 200 USD, während der Preis 1981 auf 850 USD gestiegen ist. Sehr schlecht für all diejenigen, die dann eingestiegen sind, denn daraufhin fiel im Jahr 82 der Preis auf 300 USD. Erst im Jahr 2006 -- also 24 Jahre später -- hatte die Feinunze die 600 USD-Marke erneut überschritten. Langfristig wird der Goldpreis sicher hoch bleiben, denn Gold ist ein knappes Gut mit steigender Nachfrage -- gerade aus Asien. Aber gerade jetzt ist Gold teuer im Einkauf und das Risiko eines kurzfristigen Verlustes ist damit hoch. Viele Privatanleger kaufen in diesen Tagen Gold. Leider sagt die Börsenweisheit, dass dies das sicherste Indiz für eine Trendwende ist.

Die Zinsen – derzeit so niedrig wie noch nie.
Die Zinsen sind der Ertrag für all diejenigen, die Kapital verleihen und gleichzeitig die Kosten für alle Darlehensnehmer. Darüber hinaus spiegeln die Zinsen Bonität wieder. Dort wo Sicherheit vermutet wird, sind Zinsen niedrig, dort wo das Ausfallrisiko hoch ist, sind Zinsen ebenso hoch. Dazu kommt, dass Zinsen im EU-Verbund nicht mehr solitär stehen, was die Prognose schwer kalkulierbar macht. Was heißt das unter dem Strich? Es heißt, dass der weitere Verlauf der Zinshöhe schwer vorherzusagen ist. Derzeit sind keine Zinserhöhungen absehbar -- im Gegenteil derzeit sind die Zinsen immer noch leicht am fallen. Gegen Ende des Jahres 2011 halten wir aber steigende Zinsen für wahrscheinlich.
Unser Rat: Vermeiden Sie bei niedrigen Zinsen langfristig bindende Spareinlagen.
Bleiben Sie eher flexibel, damit Sie später auf evtl. höhere Zinsen wechseln können. Achten Sie aber auf eine sinnvolle Höhe auf dem Tagesgeldkonto (nicht zu viel!). Für Darlehensverträge ist aber eine möglichst langfristige Bindung sinnvoll, denn so billig waren Baudarlehen noch nie.

Die Immobilien -- das Betongold der eigenen vier Wände.
Immobilien sind im Trend. In München können z. B. für beliebte Lagen „Unsummen“ auch für schlechte Bausubstanz verlangt werden. Umgekehrt gibt es andere Stadtviertel, die kaum eine Wertsteigerung -- teilweise sogar ein Minderung im Wert -- erfahren haben. Immobilien sind sehr individuell. Und auch der Preis ergibt sich wie immer aus Angebot und Nachfrage -- und vielleicht nicht immer aus einer Gutachterangabe. Trotz all dieser Unwägbarkeiten ist derzeit der Wunsch nach einer Immobilie bei vielen Menschen sehr präsent. Viele kommen zu uns, um das Vermögen hinsichtlich eines Immobilienkaufs zu prüfen. Denn Immobilien sind Sachwerte und damit werden Sie unabhängig von Preissteigerung und bei Eigennutzung unabhängig von Mieterhöhungen.

Unser Rat: Wenn Sie mit dem Gedanken an eine Immobilie spielen, prüfen Sie, ob Ihr "Finanzkuchen" groß genug dazu ist und ob Ihre monatlichen Einkünfte ausreichen und stabil genug sind. Prüfen Sie, ob Sie mit einem großen Anteil an gebundenem Kapital leben können -- vor allem im Alter! Prüfen Sie, ob der Wunsch nach einer Immobilie ein dauerhaft wichtiger Wunsch ist und nicht nur einer momentanen Angst vor Finanzmärkten entspringt. Und wenn Sie eine Immobilie gefunden haben, vergessen Sie nicht Ihren gesunden Menschenverstand und zahlen Sie nur einen vernünftigen Preis und keine Unsumme für die berühmte Katze im Sack.

Aktienfonds – zeigen die Nervosität im Markt.
Die letzten Wochen und Monate haben uns viel Unruhe beschert. Sorgen um zu hohe Staatsschulden, geringere Wachstumsraten als erwartet und hohe Inflation schlagen sich meist direkt in schwankenden Aktienmärkten nieder. Kurzfristig halten wir es für unwahrscheinlich, dass die derzeitigen Schwankungen quasi per Knopfdruck aufhören. Einzelne Medienberichte, Nachrichten oder Handlungen aus der Politik wirken sich sofort in einem nervösen Auf oder Ab der Börsenmärkte aus. Wenn wir jedoch die etwas längerfristige Betrachtung ins Blickfeld nehmen, sehen wir, dass viele Aktienfonds und auch Indizes sehr viel aufgeholt haben nach dem Tiefstand 2009. Und wir gehen eher davon aus, dass dieser Trend – wenn auch verbunden mit Schwankung – in dieser Form weiter geht.
Unser Rat: Ein gewisser „vernünftiger“ Anteil an Aktienfonds passt in fast jedes Depot. Der Zeitrahmen Ihrer Anlage, die Stabilität Ihrer Situation, aber auch Ihre Nervenstärke definieren die Größe des Aktienfondsanteils.

Rentenfonds – sind zu beobachten.
Diesen Satz finden Sie schon seit einiger Zeit in unseren Marktberichten. Viele Rentenfonds haben gute Anstiege verzeichnen können – gerade nach der einen oder anderen "Zacke nach unten" in der Finanzmarktkrise. Teilweise wurden Jahresraten erwirtschaftet, die selbst gute Aktienfonds übertrafen. Dies wird nicht auf lange Sicht so bleiben können. Gerade, wenn die Zinsen steigen sollten, werden Anleihen Zug um Zug schwereren Zeiten entgegen gehen. Noch ist es nicht so weit und bis dahin sind Rentenfonds ein ebenso wichtiger Teil im Depot, um die Streuung in die Anlageklassen sinnvoll zu gestalten.

Die flexiblen Mischfonds -- gute Managements halten die Stabilität.
Auch in diesen Tagen schaffen es einige Fonds mit notwendiger Flexibilität im Anlagespektrum ruhige Verläufe zu erwirtschaften. Diese Art von Kapital bringt nach wie vor eine sehr gute und mehr als vernünftige Rendite ohne großes Risiko.
Unser Rat: Gerade, wenn Sie eigentlich zuviel Geld auf dem Tagesgeldkonto haben, sollten Sie sich überlegen, einen Teil davon in ruhigere Fonds anzulegen. Bereits bei einer Anlagedauer von 12 - 18 Monaten sollte trotz der Kosten zu Beginn eine sinnvolle Rendite unter dem Strich erzielbar sein. Gute Fonds dieser Klasse haben im Schnitt der letzten drei Jahre einen Zuwachs von 13% erbracht.

Mikrofinanzierung -- dem Geld wieder Sinn geben.
Kleinstkredite an Menschen, die damit ihre Selbständigkeit aufbauen, und gleichzeitig dieses Kapital samt Zinsen zurückzahlen können. Eine schöne Vorstellung, wie Kapital stabil angelegt sein kann und gleichzeitig mehr Rendite erwirtschaftet als auf dem derzeitigen Tagesgeldkonto. Auch Mikrofinanzierungen sind eine gute Alternative für Zinsanlagen. Die Rendite ist derzeit etwas niedriger, aber wieder im Steigen und beträgt derzeit ca. 4 Prozent. Eine Einschränkung gibt es hier: derartige Fonds sind nur einmal pro Monat handelbar, erfordern also ein wenig mehr Planung beim Verkauf.

Sachwerte in europäischem Edelholz -- der nachwachsende Rohstoff.
Edelholz und Gold haben einiges gemeinsam -- beides sind Sachwerte, d. h. inflationsunabhängig. Beides sind Rohstoffe, die nicht unbegrenzt verfügbar sind. Allerdings schwankt der Edelholzpreis nicht in der Form, wie es der Goldpreis vorlegt und Holz hat weiterhin den Vorteil, dass es natürlich wächst. Momentan kommt viel Edelholz nach wie vor über Raubbau aus Urwäldern, doch das kann und wird nicht auf Dauer so fortgesetzt werden können. Daher sind europäische Edelhölzer mit teilweise besserer Qualität eine sinnvolle Alternative – und das nicht nur wenn es um Kapitalanlagen geht. Ebenso wie bei Gold gilt aber auch hier: es geht um eine langfristige Kapitalanlage und 12 Jahre sind hier das Minimum.

Streuen und Verteilen -- damit das Risiko kleiner wird.
Nicht alle Eier in einen Korb und nicht alles auf ein Pferd -- der gesunde Menschenverstand gibt uns auch hier vor, was für die Geldanlagen analog gilt. Ein gewisser Anteil auf dem Tagesgeld, gehört genauso zu einem Depot wie ein passender Anteil in Aktien- und Rentenfonds. Mikrofinanzierungsfonds bringen Ruhe und Sinn, während stabile Mischfonds gleichzeitig Stabilität und Rendite bringen. Sachwerte machen unabhängig von Inflation und bringen daneben vielleicht auch die gefühlte Sicherheit, das Vermögen auch anfassen zu können. Schutz vor Inflation kann über zwei Wege erreicht werden.
Zum einen dadurch, dass das Kapital über Sachwerte nicht an den Geldwert gebunden ist oder dadurch, dass das Kapital eine Rendite erbringt, die über der Inflationsrate liegt. Beides ist möglich und auch hier gilt: die Mischung macht es.

FrauenVermögen wird in diesem Sommer mehrere Workshops zu unterschiedlichen Themen veranstalten. Die Themenabende werden wir Ihnen per Mail rechtzeitig vorher ankündigen. Oder Sie informieren sich regelmäßig auf unserer Website unter www.frauenvermoegen.de.

Wissenswert
Inflation -- alle reden davon, aber was steckt dahinter?

Volkswirtschaftlich und etwas vereinfacht gesehen, steht die Menge der Güter -- also alle Waren und Dienstleistungen -- in einem speziellen Verhältnis zur Menge des Geldes. Am besten stellen Sie sich dazu ein abgeschlossenes System vor -- beliebt ist hier eine kleine Insel. Wenn in diesem geschlossenen System die Menge der Güter rapide steigt (z. B. durch eine neue Produktionsmethode), ist leicht vorzustellen, dass in diesem Fall, die Preise sinken, die für diese Güter verlangt werden können. Damit sinkt das Preisniveau, der Geldwert steigt und wir befänden uns in einem Stadium der so genannten Deflation.

Wenn aber umgekehrt auf Ihrer kleinen Insel die Geldmenge plötzlich steigt (z. B. durch einen überraschenden Geldfund), so sinkt der Wert des Geldes und das Preisniveau steigt in gleichem Maße. Diesen Zustand nennen wir Inflation.

Aus dem Beispiel ist zu sehen, dass es gravierende Auswirkungen hat, wenn die Geldmenge oder aber die Gütermenge jeweils einseitig verändert werden. Von Deflation oder Inflation sprechen wir aber erst dann, wenn ein dauerhafter und signifikanter Preisverfall bzw. -anstieg zu verzeichnen ist.

Die Inflationsrate ist ein Gradmesser für solche Veränderungen, die sich damit spürbar auf unsere Preise auswirken. Die Inflationsrate misst daher die Veränderung der Lebenshaltungskosten des laufenden Monats im Verhältnis zum Vorjahresmonat (also Juni 2010 im Vergleich zu Juni 2009).

Die Inflationsrate ist ein recht globaler Messwert und wird umgangssprachlich mit dem eigentlichen Vergleichswert gleichgesetzt -- nämlich dem Verbraucherpreisindex. Wie wird dieser nun festgestellt?

Zusammengestellt wird ein repräsentativer Warenkorb (750 Waren und Dienstleistungen), der in einer speziellen Gewichtung (z. B. x % für Bildungswesen) das Maß für den Verbraucherpreisindex bildet. Die Veränderung der Preise für diesen gewichteten Warenkorb gegenüber den Preisen des Warenkorbes im Vorjahresmonat ergibt nun den Verbraucherpreisindex.

Derzeit beträgt der Verbraucherpreisindex für den Monat Mai 2010 1,2%. Dies ist relativ niedrig. Im Mittel aller Jahre der D-Mark betrug dieser Index beispielsweise 2,7 %. Im EU-Raum steuert die Europäische Zentralbank (EZB) die Geldmenge und damit auch Zinsrate und Inflationshöhe. Der Zielkorridor für die Inflationsrate liegt um die 2%-Marke.

Hätten wir gar keine Inflation -- also keine Geldentwertung -- könnten Sie Ihr Erspartes auch unter das Kopfkissen legen. Durch die Geldentwertung, die wir normalerweise haben, müssen Sie Ihr Kapital arbeiten lassen, um der Geldentwertung entgegenzuwirken.

Wenn wir eine sehr hohe Inflation hätten, so wäre dies vorteilhaft für alle Schuldner (weil Darlehen weniger wert werden) und für alle Besitzer von Sachwerten (Immobilien, Edelmetalle, Edelholz, Antiquitäten, etc.), weil Sachwerte einen eigenen Wert darstellen, der nicht primär an Geld gekoppelt ist. Nachteilig ist eine hohe Inflation für alle Besitzer von Geldvermögen (z. B. als Tagesgeld) und Bezieher von festen Einkommen (wie Rentnerinnen und Rentner, Angestellte).


Frauenvermögensverwaltung AG
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